Lernen Sie den neuen Director of Marketing bei MailStore kennen: Roland Latzel im Interview

roland-latzel-director-of-marketing-mailstoreHallo Roland, wie lange bist Du bei MailStore und was ist Deine Aufgabe?

Ich bin relativ frisch bei MailStore! Seit Juni bin ich als Teil des Management-Teams verantwortlich für das Marketing. Dabei steht mir die Kommunikations-Expertise in Person eines PR Managers zur Seite und aktuell suchen wir zur Komplettierung des Teams noch eine oder einen Marketing Assistant. Letztendlich lässt sich meine Aufgabe sehr einfach beschreiben: Mit den geeigneten Mitteln modernen Marketings dazu beitragen, dass MailStore seinen erfolgreichen Weg fortsetzt und weiter wächst.

Was hast Du beruflich gemacht, bevor Du zu uns nach Viersen gekommen bist?

Zunächst habe ich eine klassische Ausbildung als Groß- und Außenhandelskaufmann in einem mittelständischen Unternehmen absolviert. Anschließend habe ich ein Kommunikationsdesign-Studium begonnen und weil ich damals schon internet-affin war, bereits während des Studiums in Internet-Agenturen als Praktikant und Freelancer gearbeitet. Nach dem Studium bin ich dann als Web-Designer in einer Internet-Agentur gestartet und hatte später als Creative Director und Senior Berater auch Leitungspositionen bei mittelständischen Digital-Agenturen inne. Zuletzt habe ich als Online Marketing Manager im Europäischen Marketing bei einem renommierten IT-Unternehmen gearbeitet. Und jetzt bin ich bei MailStore und freue mich darüber, wirklich nette Kollegen zu haben und meinen Teil dazu beizutragen, das Unternehmen weiterzuentwickeln und die führende Position als Experten für die E-Mail-Archivierung zu halten und auszubauen.

Du sprachst eingangs von „modernem Marketing“ – was verstehst Du darunter?

Zeitgemäßes Marketing nutzt neben den klassischen Elementen Events,  Give-Aways, Broschüren und Print-Anzeigen, jene Chancen, die die digitalen Kanäle bieten. Es geht darum, das Marketing auf den einzelnen Kunden mit all seinen Bedürfnissen auszurichten. Im Prinzip hat sich das „one to many“ zu einem „one to one“ in der Kommunikation gewandelt. Nicht das Gießkannen-Prinzip nach dem Motto „Viel hilft viel“ ist unser Credo, sondern messbare, auf den jeweiligen Kunden in allen Abschnitten seiner „Customer Journey“ ausgerichtete Maßnahmen. Alle Tätigkeiten sind darauf ausgerichtet einen Mehrwert zu erzielen – und so sollen auch alle Marketing-Maßnahmen einen messbaren Mehrwert erzielen. Denn letztendlich geht es darum, unser Produkt an den Mann oder die Frau zu bringen – aber auch unserem Kunden vom ersten Kontakt zu uns bis zum langjährigen Bestandskunden ein einzigartiges Kundenerlebnis zu vermitteln. Und je besser wir wissen, wann, wo und wie unsere Software gekauft wurde, an welcher Stelle der Kaufprozess abgebrochen wurde oder was die besten Argumente für den Kauf waren, umso eindeutiger können wir das Marketing auf den Prüfstand stellen und gegebenenfalls nachjustieren.

MailStore ist äußerst erfolgreich – wie hilft Marketing dabei, auch in Zukunft zu wachsen?

In der Tat, MailStore hat sich in zehn Jahren zum Standard für rechtssichere E-Mail-Archivierung gemausert. Wir werden bei Kunden und Interessenten als die Experten für E-Mail-Archivierung wahrgenommen. Das liegt natürlich vornehmlich daran, dass unsere Software einfach zu implementieren sowie zu bedienen ist und gesetzeskonformes Archivieren von E-Mails ermöglicht. Unsere Case Studies geben wieder, warum IT-Admins auf MailStore setzen. Einen großen Anteil daran hat aber auch, dass bereits vor meiner Zeit sehr viel Wert daraufgelegt wurde, die neusten Möglichkeiten, die digitales Marketing bietet, zu nutzen. Das ist bei kleinen und mittelständischen Unternehmen gerade in der DACH-Region meiner Meinung nach noch nicht selbstverständlich.

Big Data ist eines der Schlagworte im Marketing – Wie denkst Du darüber im Hinblick auf KMUs?

Ja, Big Data ist neben Digitalisierung und Industrie 4.0 eines der Buzz-Wörter neuerer Zeit. Letztendlich geht es darum, entweder aussagekräftiges Datenmaterial sinnvoll zu sammeln und auszuwerten, oder vorhandenes Datenmaterial zu analysieren und daraus Business- und Produktstrategien abzuleiten. Reines Datensammeln ohne Sinn und Verstand wird einen nicht weiterbringen. In der Tat hinken KMUs in Sachen Big Data häufig hinterher. Meiner Erfahrung nach sind deutsche Unternehmen häufig eher spät dran was technische Neuerungen betrifft.  Berechtigt sind sicherlich auch die Unsicherheiten und Bedenken rund um das Thema Datenschutz – da ist auch und auch vor allem der Gesetzgeber gefragt, da wir uns da immer noch in einem Lernprozess befinden. Sehr wichtig zu bedenken ist aber auch, dass mit dem Nutzen von neuen – häufig digitalen Kanälen – und neuen Technologien auch häufig Änderungen in der Unternehmensstruktur und auch -kultur vorgenommen werden müssen, damit das funktioniert. Damit keine Datensilos entstehen, muss auch das Silo-Denken in den Abteilungen aus den Köpfen!

…und wie können nun KMUs wie MailStore von Big Data profitieren?

Fakt ist, die Entwicklung, dass IT immer mehr Platz im Business einnimmt, das Rad der Zeit lässt sich nicht zurückdrehen. Die Digitalisierung schreitet voran, überall fallen Daten an. KMUs tun gut daran, diese als Asset anzusehen und sie systematisch zu sammeln sowie auszuwerten. Sie können auf diese Weise datenbasierte Entscheidungen treffen und müssen nicht nach Bauchgefühl entscheiden. Bei MailStore interessiert uns beispielsweise besonders, an welcher Stelle potenzielle Kunden im Sales-Prozess abbrechen oder aussteigen. Wenn wir das herausfinden, können wir Rückschlüsse auf kritische Touchpoints in der Customer Journey eines potentiellen Kunden ziehen und an den dortigen Stellschrauben drehen.

Hand aufs Herz: Du arbeitest in der IT-Branche; bist Du auch im Privaten an IT interessiert?

Eine gewisse Portion „Nerd“ habe ich sicherlich auch in mir, auch wenn ich nicht in der Entwicklung, sondern im Marketing arbeite. Ganz besonders prägend waren die Anfangszeiten des Internets. Als Kind der 80er und 90er bin ich natürlich mit dem C64 und später dann mit AOL-CDs und piepsenden Modems groß geworden. Zu erleben, wie ein völlig neues Medium, ein Kommunikationsmittel, mich in Echtzeit mit der Welt verbindet, war faszinierend.

Zum Abschluss würden wir gerne etwas mehr über den Menschen Roland Latzel erfahren? Erzähl doch mal, was machst Du in Deiner Freizeit?

Meine Freizeit verbringe ich gerne mit meiner Familie. Meine Frau erwartet derzeit unser zweites Kind und dementsprechend nimmt die Familie viel Zeit ein. Darüber hinaus bemühe ich mich, regelmäßig Sport zu treiben, sammele obskure B-Movies und versuche in Sachen Marketing am Puls der Zeit zu bleiben.